Ausland

US-Präsident Donald Trump hat ein bedeutendes Öl-Abkommen mit Venezuela verkündet. Die Vereinigten Staaten erhielten mit der Vereinbarung die Mehrheitskontrolle über 65 Milliarden Barrel aus den venezolanischen Erdölvorkommen, erklärte Trump am Freitag (Ortszeit) in seinem Onlinedienst Truth Social. Dies sei „der größte Öl-Deal in der Weltgeschichte“. Nach seinen Angaben werden sich die Ölreserven der USA dadurch mehr als verdoppeln.

US-Militäreinsatz im Jänner

Im Jänner war Venezuelas linksnationalistischer Präsident Nicolás Maduro bei einem US-Militäreinsatz in der Hauptstadt Caracas gefangengenommen und in die USA gebracht worden. Er sitzt in New York in Haft, wo ihm wegen „Drogenterrorismus“ der Prozess gemacht werden soll.

Maduros frühere Stellvertreterin Delcy Rodríguez wurde Übergangspräsidentin des südamerikanischen Landes und hat sich seit ihrer Amtsübernahme für eine Öffnung Venezuelas für ausländische Investitionen, insbesondere im Energiesektor, stark gemacht. Venezuela verfügt über die größten bekannten Erdöl-Reserven weltweit.

Trump übte starken Druck aus

Die Regierung Trump hat starken Druck auf Caracas ausgeübt, den USA Zugang zu den venezolanischen Vorkommen des klimaschädlichen Energieträgers zu gewähren. Zugleich drängte sie US-Energie-Unternehmen, in Venezuela zu investieren. Die Konzerne zeigten sich jedoch zurückhaltend wegen der schlechten Infrastruktur dort und früherer Enteignungen ausländischer Investoren.

Im Rechtsstreit um geänderte Regeln für die Briefwahl in den USA zieht die Regierung von US-Präsident Donald Trump vor die nächste Instanz. Wie erwartet ficht sie vor einem Berufungsgericht die einstweilige Verfügung an, mit der eine Richterin weite Teile der Pläne auf Eis gelegt hatte. Das ging gestern aus den Gerichtsunterlagen hervor.

Wenige Tage bevor in den ersten Bundesstaaten Wahlunterlagen versandt werden sollen, geht der Rechtsstreit damit in die nächste Runde. Die neuen Regeln sehen im Kern vor, dass die US-Post USPS eine zentrale Rolle bei der Kontrolle der Briefwahl einnimmt.

Bundesstaaten sollen der Post etwa das Design ihrer Umschläge für die Briefwahl zur Genehmigung vorlegen. Zudem soll die Post die Unterlagen nur an Bürgerinnen und Bürger ausliefern, die in einem von den Bundesstaaten übermittelten Wählerverzeichnis geführt sind.

Demokraten wählen häufiger per Briefwahl

Republikaner verteidigen die Pläne mit dem Argument, damit angeblichen Wahlbetrug verhindern zu wollen. Kritiker vermuten als Motiv, Trump wolle die Stimmabgabe per Briefwahl erschweren.

Demokratische Wählerinnen und Wähler stimmen meist häufiger per Post ab als Republikaner. Zudem wird darin ein unrechtmäßiger Eingriff in die Kompetenz der Bundesstaaten gesehen, die das Abhalten von Wahlen im Wesentlichen selbst verantworten.

Eine Bundesrichterin hatte Trumps Pläne gestern per einstweiliger Verfügung gestoppt. Der Erlass des Präsidenten sei „eine wahrscheinlich verfassungswidrige Regelung, deren Einhaltung im Hinblick auf die Zwischenwahlen 2026 praktisch unmöglich ist“, schrieb sie. Es sei zudem unrealistisch, sie so kurz vor der Wahl noch umzusetzen.

Enges Rennen bei Midterms

Am 3. November wird bei den US-Zwischenwahlen bzw. Midterms etwa ein Drittel des Senats und das komplette Repräsentantenhaus neu gewählt. Wegen der knappen Mehrheit der Republikaner in beiden Parlamentskammern könnte jedes einzelne Mandat darüber entscheiden, wer am Ende die Macht im Kongress hat.

Sollten die Republikaner ihre Mehrheit in einer Kammer verlieren – oder gar in beiden – wäre es für Trump deutlich schwieriger, seine politischen Vorhaben umzusetzen.

Der rechtsextreme Blogger Milo Yiannopoulos ist von der US-Migrationsbehörde ICE in Gewahrsam genommen worden. Die Beamten hätten Yiannopoulos, „einen illegalen Einwanderer aus dem Vereinigten Königreich“, auf dem Flughafen in Louisiana festgenommen, wie das Heimatschutzministerium gestern auf der Plattform X mitteilte. Demnach hatte Yiannopoulos seine Aufenthaltsdauer überschritten.

Milo Yiannopoulos bei Festnahme
Reuters/Department Of Homeland Security

Zuvor sei Yiannopoulos am 22. Juli von einem Einwanderungsrichter eine endgültige Ausweisungsverfügung erteilt worden, nachdem er nicht zu seiner Anhörung erschienen war. Bis zu seiner Abschiebung bleibe er nun in ICE-Gewahrsam.

Gesicht amerikanischer Rechtsextremisten

Yiannopoulos war lange als prominentes Gesicht amerikanischer Rechtsextremisten bekannt. Der offen schwul lebende Brite verbreitete Hetze gegen Frauen, Schwarze, Eliten und Liberale.

Erst als 2017 ein Interview kursierte, in dem er Sex zwischen Männern und Buben verteidigte, kehrte ihm die Szene großteils den Rücken: Yiannopoulos verlor seinen Buchvertrag mit dem Verlag Simon & Schuster, die Conservative Political Action Conference (CPAC-Konferenz) strich ihn von der Rednerliste und das rechte Onlinemedium Breitbart News kündigte Yiannopoulos.

Yiannopoulos war zuletzt vor allem für seine Verbindungen zum US-Rapper Ye (zuvor Kanye West), bekannt, wie das Promiportal TMZ zu dem Fall berichtete. Er habe fast zwei Jahre lang für ihn gearbeitet, bevor die beiden 2024 ihre Zusammenarbeit aufkündigten.

Im vergangenen Jahr hatte Yiannopoulos sich auf X positiv zur Migrationsbehörde ICE geäußert: „Kalifornien braucht ICE-Kontrollpunkte an den Eingängen von Supermärkten, Tankstellen, Einkaufszentren, Kreuzungen und Regierungsgebäuden“, schrieb er damals. Jeder, der an den Kontrollpunkten nicht nachweisen könne, dass er sich rechtmäßig in den USA aufhält, solle „sofort abgeschoben“ werden.

Polen wird von einem Betrugsskandal um die inzwischen geschlossene polnische Kryptowährungsbörse Zondacrypto erschüttert. Auf der Plattform seien „schmutzige und düstere Geschäfte“ getätigt worden, in die „führende Köpfe“ der nationalkonservativen PiS-Partei verwickelt seien, sagte Ministerpräsident Donald Tusk gestern.

Zondacrypto hatte im April abrupt den Betrieb eingestellt und seine Website abgeschaltet. Tausende Gläubiger wurden dabei um ihr Geld gebracht, der Schaden soll sich auf 350 Millionen Zloty (umgerechnet 83 Millionen Euro) belaufen. Während der Gründer Plattform, Sylwester Suszek, im Jahr 2022 spurlos verschwand, setzte sich sein Nachfolger Przemyslaw Kral Berichten zufolge nach Israel oder in einen Golfstaat ab.

Nach Angaben seines Anwalts ist Kral inzwischen bereit, als Kronzeuge auszupacken, im Gegenzug für eine milde Strafe.

Verhaftung im PiS-Lager

Als erste prominente polnische Persönlichkeit wurde bereits der Präsident des Polnischen Olympischen Komitees, Radoslaw Piesiewicz, festgenommen. Der PiS-nahe Funktionär hatte seine kompletten Kryptoeinlagen zurückerhalten, als die Plattform bereits in Schieflage geraten war, anders als viele andere Anleger.

Piesiewicz hatte zudem im Namen des Olympischen Komitees einen Sponsorenvertrag mit Zondacrypto unterzeichnet, dem zufolge polnische Athleten bei den Winterspielen in Mailand Prämien für gute Leistungen in Form von Kryptowährungen bekommen sollten. Die Zahlungen flossen aber nur unregelmäßig. Viele Sportverbände fordern Piesiewicz’ Rücktritt.

Unter Verdacht stehen auch frühere ranghohe Politiker der nationalkonservativen PiS-Partei, die Polen von 2015 bis 2023 regiert hatte.

Im Alter von 34 Jahren ist der Monarch des traditionellen Tooro-Königreichs in Uganda, Oyo Nyimba Kabamba Iguru Rukidi IV, gestorben. Das teilte der Premierminister des Landes gestern mit. König Oyo, einst im Alter von drei Jahren gekrönt, wurde im vergangenen Jahr vom Guinness-Buch der Rekorde als jüngster König der Welt anerkannt.

Der ugandische Präsident Yoweri Museveni hatte die traditionellen Königreiche des ostafrikanischen Landes wieder eingesetzt, nachdem der damalige Präsident Milton Obote die Monarchien im Land in den 1960er Jahren abgeschafft hatte.

Ugandas König Oyo Nyimba Kabamba Iguru Rukidi IV
AP/Marc Hofer (Archivbild)

Den regierenden Königen ist es jedoch gesetzlich untersagt, sich politisch zu betätigen. Sie nehmen lediglich an Kampagnen etwa zum Umweltschutz oder Gesundheit teil und spielen eine zeremonielle Rolle bei der Einsetzung von Clanchefs.

US-Präsident Donald Trump ist mit dem Versuch gescheitert, sein bereits entschiedenes Schweigegeldverfahren von einem New Yorker Gericht an ein Bundesgericht zu verlegen. Ein Bundesrichter in Manhattan wies den Antrag gestern zurück.

Das ist ein Rückschlag für die Bemühungen des Präsidenten, seine strafrechtliche Verurteilung aufzuheben. Zur Begründung hieß es von dem zuständigen Richter, der Fall betreffe das Privatleben Trumps und nicht seine Handlungen als Präsident.

„Die Zahlung von Schweigegeld an einen Pornostar oder die Vertuschung einer Peinlichkeit fallen nicht unter die Immunität des Präsidenten“, hieß es in der Gerichtsentscheidung.

Trumps Anwälte berufen

Trumps Anwälte kündigten umgehend Berufung an. „Präsident Trump wird eine schlagkräftige Berufung einlegen und sich weiterhin bei jeder Gelegenheit gegen die Instrumentalisierung der Justiz durch die Demokraten zur Wehr setzen“, teilte ein Sprecher seines Anwaltsteams mit.

Trump war im Mai 2024 in 34 Anklagepunkten der Fälschung von Geschäftsunterlagen für schuldig befunden worden. In dem von Bezirksstaatsanwalt Alvin Bragg angestrengten Verfahren ging es um die Verschleierung einer Schweigegeldzahlung von 130.000 Dollar (rund 112.000 Euro) an die Pornodarstellerin Stormy Daniels vor der Präsidentschaftswahl 2016.

Vor seiner Amtseinführung hatte Richter Juan Merchan das Urteil gegen Trump in dem Prozess aufrechterhalten, aber wegen der besonderen Umstände kurz vor Trumps Amtsantritt keine Strafe verhängt.

Oberstes Gericht: Präsidenten mit weitreichender Immunität

Hintergrund des erneuten Antrags ist eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA vom Juli 2024. Demzufolge genießen Präsidenten für ihre offiziellen Amtshandlungen weitreichende Immunität vor Strafverfolgung.

Ein Berufungsgericht hatte den Richter daraufhin angewiesen, seinen früheren Beschluss zur Ablehnung der Verlegung im Lichte dieser Entscheidung erneut zu prüfen.

Ukraine-Krieg

Der ehemalige ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow wird Berater für militärische Innovationen im italienischen Verteidigungsministerium. Das teilte das Ministerium in Rom gestern mit. Der italienische Verteidigungsminister Guido Crosetto hatte dem Ukrainer den Posten nach dessen Entlassung im Juli angeboten.

Fedorow bedankte sich auf X für das Angebot. Er wolle Italien dabei unterstützen, „moderne Technologien der Kriegsführung zu übernehmen, seinen Verteidigungssektor zu stärken und sich an neue globale sicherheitspolitische Herausforderungen anzupassen“, schrieb der Politiker.

Er betonte, die Ukraine verfüge über einzigartige Erfahrungen, die das Land mit seinen Verbündeten teilen wolle. Fedorow stellte aber trotz des Beraterpostens für Italien klar: „Gleichzeitig bleibt mein Hauptfokus unverändert: Ich setze meine Arbeit in der Ukraine an zentralen Projekten fort, die unsere Verteidigung stärken und dazu beitragen, internationale Ressourcen zu gewinnen.“

Forderung nach Wahlen in Ukraine

Fedorow ist in der Ukraine bereits der vierte Verteidigungsminister seit Kriegsbeginn, der entlassen wurde. Der 35-Jährige musste im Juli nach Konflikten mit der Militärführung und politischen Rivalen über Reformen bei der Beschaffung und Mobilisierung gehen.

Fedorow war gerade einmal sechs Monate im Amt. Er gilt als möglicher Konkurrent für Wolodymyr Selenskyj bei einer Präsidentenwahl, die er auch fordert.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eigenen Angaben zufolge von den USA Informationen über einige Treffen in Moskau erhalten. „Heute haben wir von der amerikanischen Seite Informationen über die Treffen in Moskau erhalten, die in diesen Tagen stattgefunden haben“, so Selenskyj gestern auf Telegram.

Es habe dort mehrere Gespräche gegeben, ergänzte er, ohne Einzelheiten zu den Teilnehmenden zu nennen. Selenskyj dankte für die Informationen und den „notwendigen Ton“ des Gesprächs mit Russland.

Die Zeitung „Wall Street Journal“ hatte am Mittwoch berichtet, dass CIA-Direktor John Ratcliffe nach Moskau gereist sei, um Russland vor einem Angriff auf ein NATO-Mitglied zu warnen. Der Kreml wies den Bericht zurück, während US-Präsident Donald Trump erklärte, der russische Präsident Wladimir Putin werde keinen Angriff auf ein NATO-Land befehlen.

Zuvor hatte Selenskyj das ukrainische Militär nach eigenen Angaben angewiesen, die Zahl der täglichen Drohnenangriffe auf Russland mit großer Reichweite von bisher rund 300 auf 1.000 zu erhöhen. Das sei nötig und die Ukraine werde diese Aufgabe erfüllen, sagte Selenskyj in seiner Abendansprache.

EU

Spanien bittet die europäische Grenzschutzagentur Frontex um Unterstützung bei der Registrierung von Migrantinnen und Migranten in seiner nordafrikanischen Enklave Ceuta.

Der spanische Innenminister Fernando Grande-Marlaska richtete gestern ein entsprechendes Gesuch an die Generaldirektorin für Migration und Inneres der Europäischen Kommission, Beate Gminder.

Hintergrund sind massenhafte Ankünfte von Migrantinnen und Migranten vor knapp einem Monat: Ende Juli waren mindestens 72.000 Menschen über die Grenze gelangt. Dabei kamen auf spanischer Seite 82 Migrantinnen und Migranten ums Leben, Marokko bestätigte zudem 14 weitere Todesfälle.

Nach Angaben der Behörden halten sich derzeit noch zwischen 5.000 und 8.000 Menschen in Ceuta auf. Spanien fordert zehn zusätzliche Frontex-Beamte zur Unterstützung an.

Wachsende Spannungen

In der Enklave wachsen die Spannungen. Bewohnerinnen und Bewohner forderten bei Protesten den Abzug der Migrantinnen und Migranten. Zudem wurden Zelte von Migrantinnen und Migranten am Strand angegriffen und in Brand gesteckt.

Gestern wurden zwölf Migranten festgenommen, nachdem sie ein Militärfahrzeug mit Steinen beworfen hatten. Dabei wurden ein Soldat und vier Migranten verletzt. Elf der Festgenommenen seien aus Ceuta ausgewiesen worden, berichtete die Zeitung „El Pais“ unter Berufung auf Quellen des örtlichen Hauptgerichts.

Inland

Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) hat gestern in mehreren Interviews einen Staatsfonds zur Absicherung künftiger Pensionen ins Spiel gebracht. Wie er gegenüber „Krone“, oe24 und „Heute“ skizzierte, sollen Gewinne aus Staatsbeteiligungen in einem Fonds veranlagt und damit das staatliche Pensionssystem abgesichert werden. Zudem plädiert Stocker für ein Verbot des politischen Islam per Verfassungsgesetz.

Stocker will das Pensionssystem „gesamtheitlicher“ denken und will dabei Anleihe an skandinavischen Ländern nehmen, wie er gegenüber oe24 erklärte: „Wir könnten einen Teil, etwa die Hälfte dessen, was wir aus unseren staatlichen Betrieben an Gewinnen erwirtschaften, in dieses Pensionsvermögen investieren und anlegen.“

Die Gewinne sollen dann die Absicherung des staatlichen Pensionssystems sicherstellen, erklärte Stocker im „Krone“-Interview. „Wenn wir etwa die Hälfte der Gewinne aus unseren Beteiligungen in einen solchen Fonds stecken, reden wir von jährlich rund 700 Millionen Euro, die wir pro Jahr langfristig investieren könnten“, argumentierte Stocker im „Heute“-Interview.

Stocker will politischen Islam per Verfassung verbieten

Gegenüber dem politischen Islam will der Kanzler künftig eine „klare Sprache sprechen“. Eine Unterscheidung zwischen Gläubigen und Ungläubigen „geht sich bei uns nicht aus“, so Stocker gegenüber oe24: „Mann und Frau sind bei uns gleichberechtigt.“

Daher will sich der Kanzler für ein verfassungsrechtliches Verbot des politischen Islam einsetzen. Wenn Religion politisch eingesetzt wird, müssen wir dem mit aller Härte entgegentreten, so Stocker im „Heute“-Interview.

FPÖ mit Kritik

Die Freiheitlichen schenken Stockers Forderung nach einem Verbot des politischen Islam keinen Glauben, sondern orten ein „unglaubwürdiges Schmierentheater“. Schließlich bringe die FPÖ seit Jahren Anträge für ein Verbotsgesetz gegen den politischen Islam im Parlament ein, die ÖVP habe aber immer dagegen gestimmt, wie FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz in einer Aussendung monierte.

Daher liege Stockers Glaubwürdigkeit bei dieser Forderung „unter null“. Schnedlitz lud Stocker ein, bei der nächsten Nationalratssitzung die jahrelange freiheitliche Forderung zu beschließen und umzusetzen.

Chronik

Eine 27-jährige Österreicherin und ihr Hund sind gestern in Pontebba in der friaulischen Provinz Udine tot in einem Kleintransporter mit österreichischem Nummernschild gefunden worden. Die Leiche lag auf den hinteren Sitzen des Fahrzeuges. Das Fahrzeug war in der Ortschaft Pietratagliata auf einem Parkplatz nahe einer Brücke über die Staatsstraße 13 abgestellt. Nach ersten Erkenntnissen könnte die Frau bereits seit mehreren Tagen tot sein.

Als mögliche Todesursache gilt eine Überdosis Drogen. Nach den bisherigen rechtsmedizinischen Untersuchungen schließen die Ermittler eine direkte Beteiligung Dritter offenbar aus. Hinweise auf eine Gewalttat oder Waffen wurden nach Angaben der Ermittler nicht gefunden. Toxikologische Untersuchungen stehen noch aus.

Lieferwagen von innen verschlossen

Ein Passant hatte die Frau entdeckt und Alarm geschlagen, wie der Bürgermeister von Pontebba Ivan Buzzi gegenüber der APA bestätigte. Bei dem Pkw handelt es sich nach Angaben örtlicher Medien um einen Volkswagen Caddy. Der Lieferwagen war von innen verschlossen.

Neben der Frau befand sich auch ihr Hund in dem Fahrzeug. Nach ersten Einschätzungen könnte das Tier an den hohen Temperaturen der letzten Tage gestorben sein. Der Lieferwagen soll seit mehreren Tagen in einer parallel zur Staatsstraße Pontebbana verlaufenden Straße in der prallen Sonne geparkt gewesen sein.

Science

US-Präsident Donald Trump hat ein Dekret zur Gründung einer nationalen Weltraumakademie unterzeichnet. Die neue militärische und zivile Institution soll nach dem Vorbild renommierter Militärakademien wie West Point aufgebaut werden, sagte Trump gestern in Houston im Bundesstaat Texas.

„Eine Nation kann nicht die Nummer eins auf der Erde sein, wenn wir im Weltraum nur die Nummer zwei sind“, sagte er. Eine achtköpfige Kommission unter der Leitung von NASA-Chef Jared Isaacman soll den Präsidenten bei der Umsetzung beraten. Wo die Akademie entstehen soll, wolle er demnächst bekanntgeben.

Das Vorhaben knüpft an Trumps Raumfahrtpolitik an. In seiner ersten Amtszeit hatte er die Raumfahrtabteilung Space Force als sechsten Zweig der US-Streitkräfte ins Leben gerufen. Nun strebt die US-Regierung eine bemannte Mondlandung für das Jahr 2028 sowie bemannte Missionen zum Mars an.

Konkurrent China

Das US-Mondprogramm steht in direkter Konkurrenz zu den Plänen Chinas, das eine bemannte Mondlandung bis etwa 2030 anvisiert. Beide Staaten wollen eine dauerhafte Präsenz am Südpol des Mondes aufbauen, um dortige Wassereisvorkommen für die Treibstoffgewinnung zu nutzen.

Die Finanzierung und der Aufbau der neuen Akademie sind jedoch noch unklar, da der US-Kongress den Plänen zustimmen muss. Bisher werden Offiziere der Space Force meist an der Luftstreitkräfteakademie in Colorado ausgebildet.

Zudem leidet die Raumfahrtbranche unter Personalmangel, und Raumfahrtunternehmen wie SpaceX von Elon Musk und Blue Origin von Jeff Bezos konkurrieren intensiv um Fachkräfte. Die Space Force selbst verfehlte einem Behördenbericht aus dem Jahr 2025 zufolge die vom Kongress vorgegebenen Personalvorgaben um 25 Prozent.

Kultur

Die britische Regierung hat die Ausfuhr eines Rembrandt-Gemäldes im Wert von geschätzt 71,7 Millionen Pfund (rund 83 Millionen Euro) vorerst gestoppt. Das 1657 entstandene „Porträt der Catrina Hooghsaet“ gilt in Großbritannien als nationales Kulturgut und soll nach Möglichkeit im Land und öffentlich zugänglich bleiben.

Die Ausfuhrgenehmigung werde zunächst bis mindestens zum 26. Dezember zurückgehalten, teilte die Regierung gestern mit. Bis dahin soll ein britisches Museum oder ein anderer geeigneter Käufer Gelegenheit erhalten, das nötige Geld für den Erwerb des Gemäldes aufzubringen, um es „in Großbritannien und öffentlich zugänglich zu halten“.

„Porträt der Catrina Hooghsaet“ von Rembrandt
IMAGO/Gemini Collection/Gemini

Das Rembrandt-Gemälde ist nach Regierungsangaben das bisher teuerste Kunstwerk, für das eine solche Ausfuhrsperre verhängt wurde. Es zeigt die Niederländerin Catrina Hooghsaet in einem dunklen Kleid mit weißem Kragen und weißer Haube. Die britische Regierung bezeichnete es als eines der „außergewöhnlichsten Spätwerke“ Rembrandts.

Ausfuhr bereits 2015 gestoppt

Bereits 2015 war die Ausfuhr des Bildes vorübergehend gestoppt worden. Sein damaliger langjähriger Eigentümer hatte es über Sotheby’s für 35 Millionen Pfund an einen nicht genannten ausländischen Käufer veräußert. Versuche, das Geld für einen Verbleib im Land aufzubringen, scheiterten. Der Käufer beließ das Gemälde dennoch in Großbritannien.

Im vergangenen Jahr wurde das Werk erneut privat verkauft. Das Auktionshaus Christie’s bestätigte AFP am Freitag einen Verkaufspreis von 71 Millionen Pfund. Die britische Regierung machte keine Angaben dazu, in welches Land das Gemälde nun ausgeführt werden sollte.

Unter Jubel und Zuspruch ihrer Fans ist Sängerin Celine Dion vor ihrem Bühnencomeback gestern in Paris eingetroffen. Die Kanadierin nahm sich vor ihrem Hotel in der Innenstadt Zeit, um ihre Fans zu grüßen.

Nach jahrelanger Pause hatte die 58-Jährige Anfang des Jahres angekündigt, wieder Konzerte zu spielen. Ihr Bühnencomeback findet am 12. September in der Plenitude Arena bei Paris statt. Bis zum 17. Oktober folgen etliche weitere Auftritte und eine Reihe von Konzerten im Mai 2027.

Celine Dion
Reuters/Abdul Saboor

Fans hatten die Nachricht mit großer Begeisterung aufgenommen. Die Veranstalter meldeten einen enormen Ansturm auf die Tickets. In den vergangenen Jahren war Dion nur noch selten aufgetreten. Sie litt unter dem Stiff-Person-Syndrom, einer seltenen Autoimmunerkrankung, die mit Muskelversteifung und Krämpfen einhergeht.